Arbeitscenter

Arbeitscenter

Der Begriff Arbeitscenter ist nicht eindeutig definiert. Man kann unter dem Oberbegriff verschiedene Teilbereiche zusammenfassen.

So werden Unternehmen, die sich mit der Zeitarbeit befassen, als Arbeitscenter bezeichnet, aber auch die örtlichen Arbeitsagenturen. Hinzu kommen private Arbeitsvermittler. Das gemeinsame Ziel dieser Arbeitscenter ist es, Menschen in Arbeit zu vermitteln.

 

Arbeitscenter – wo liegen die Unterschiede der einzelnen Institutionen?

Die Unterschiede sind dabei groß. In der Arbeitsagentur als Arbeitscenter geht es um die Vermittlung in Arbeit. Das kann eine Festanstellung sein, eine befristete Stelle etwa als Mutterschafts-, Urlaubs- oder Krankheitsvertretung oder ein Halbtagsjob. Zusätzlich ist die Arbeitsagentur für finanzielle Fragen bei Arbeitslosigkeit verantwortlich.

Im Unternehmen für Zeitarbeit geht es ebenfalls um die Vermittlung in Arbeit. Die Mitarbeiter werden allerdings beim Zeitarbeitsunternehmen angestellt und dann den einzelnen Kunden, die gerade Bedarf haben, zugewiesen. Daher sind hier ständig wechselnde Einsatzorte und Tätigkeitsbereiche keine Seltenheit. Die Hoffnung dahinter ist, dass durch einen längerfristigen Einsatz bei ein und demselben Kunden der Sprung auf den so genannten ersten Arbeitsmarkt geschafft wird, indem der Kunde dem Mitarbeiter einen Festvertrag anbietet.

Bleibt noch der private Arbeitsvermittler. Oft agiert dieser erst, wenn ein Vermittlungsgutschein vorliegt, es also Förderungen seitens der Arbeitsagentur gibt. Andere Arbeitsvermittler arbeiten auch auf Kosten des Arbeitsuchenden. Dieser kann sich hier gezielt vorstellen, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten auf den Tisch legen und der Arbeitsvermittler sucht dann nach einem passenden Arbeitgeber. Der Arbeitsvermittler schaut in seiner Kartei, welche Unternehmen Arbeitnehmer mit dieser Ausbildung und diesen Fähigkeiten suchen und vermittelt den Arbeitnehmer dorthin.

 

Warum man sich nicht alleine aufs Arbeitscenter verlassen sollte

Viele Arbeitsuchende erhoffen sich, mit Hilfe eines Arbeitscenters schneller den Einstieg zurück in den Job zu schaffen. Alleine auf das Arbeitscenter sollten sie sich aber nie verlassen, sondern auch Eigeninitiative zeigen. So sind eigene Bewerbungen nicht nur gerne gesehen, sondern werden etwa von der Agentur für Arbeit gefordert. Dafür gibt es dann sogar einen Zuschuss.

Ein weiterer Vorteil der Eigeninitiative besteht darin, dass man sich gezielt auf die Stellen bewerben kann, die einen ansprechen und nicht nur die zugewiesenen Arbeiten etwa von der Zeitarbeit übernimmt. Nicht zuletzt lässt sich durch eine Festanstellung im Gegensatz zur Zeitarbeit auch der Verdienst erhöhen. Ebenso ist zu beachten, dass Arbeitscenter immer eine Vielzahl von Arbeitsuchenden betreuen. Sie können sich also gar nicht so individuell um den Einzelnen kümmern, wie man es selbst kann, den Traumjob wird man dort sicher nicht finden.